Adelheidsdorfer Bürger/innen gegen Suedlink

Hier eine Auswahl von Artikeln, die wir im Wathlinger Boten bzw. im Wathlinger Echo veröffentlichten:

7.3.2020 Wathlinger Bote:

Aus aktuellem Anlass werden wir heute nur kurz über die Entwicklungen bei SuedLink berichten und dann auf Meldungen eingehen, die die Ausbreitung des Corona-Virus (Covid 19) betreffen.

Wie sich bereits ankündigte, werden auch in weiteren Abschnitten alternative kleinräumige Verschwenkungen untersucht, jetzt auch Abschnitt D des SuedLinks betreffend. Wir sind in Kontakt mit TenneT und der Bundesnetzagentur und es heißt, daß die Entscheidung, wo SuedLink gebaut wird, im Sommer dieses Jahres fallen soll. Wir werden weiter berichten.

 

Der erste Corona-Virus Fall in Niedersachsen ist in Uetze/Eltze

 

Seit einiger Zeit erreichen uns Berichte und Hinweise, die die Ausbreitung des Corona-Virus (Covid19) betreffen, teils direkt aus China, wo der Ausbruch in der Stadt Wuhan begann. In China sind mehrere Städte abgeriegelt und es sollen sich über 60 Millionen Menschen in Quarantäne befinden. Ob man derartige Maßnahmen umgesetzt hätte, wenn es sich „nur“ um einen Grippe-Virus handeln würde? Die Berichte, die wir erhielten, deuten auf eine größere und ernstere Herausforderung. Längst ist das Virus in vielen weiteren Ländern angekommen, wie nicht anders zu erwarten auch in Deutschland.

Nachdem zunächst Mitarbeiter des Unternehmens Webasto in Bayern betroffen waren, gab es weitere Fälle in NRW usw. Letztes Wochenende gab es den ersten Fall der Infektion mit dem Corona-Virus in Niedersachsen. Die Behörden versuchen herauszufinden, mit wem Infizierte Kontakt hatten, um so Infektionsketten zu unterbrechen. Infizierte und Kontaktpersonen halten dabei teils 14tägige Quarantäne ein und bleiben zu Hause. Der erste Corona-Virus Fall in Niedersachsen trat in Uetze/Eltze auf. Am 3. März informiert die Gemeinde Uetze auf ihrer Homepage dazu:

Seit dem späten Nachmittag gibt es einen zweiten bestätigten Corona-Fall in Uetze / OT Eltze. Der 63-jährige Mann war zusammen mit dem ersten Corona-Patienten (68) am Montagabend vergangener Woche von einer Busreisegruppe von Südtirol nach Uetze zurückgekehrt. Das Gesundheitsamt der Region Hannover hatte ihn daher bereits am Sonntag als enge Kontaktperson des ersten Patienten eingestuft und ihn und seine Ehefrau umgehend häuslich isoliert. Als das Ehepaar gestern Abend erste Krankheitssymptome entwickelte, veranlasste das Gesundheitsamt die Entnahme von Abstrichen und leitete die Proben an das Landesgesundheitsamt weiter. Die Probe der Ehefrau war negativ. Das Gesundheitsamt ermittelt derzeit die Personen im Umfeld des 63-Jährigen, mit denen er seit seiner Rückkehr engen Kontakt hatte. Beide Corona-Patienten sind derzeit in häuslicher Quarantäne und stehen unter ärztlicher Beobachtung.“

Wie bereits bei SuedLink informiert die Gemeinde Uetze die Bürger/innen zeitnah, transparent und umfassend.

Die Grundschule und die KiTa „Villa Regenbogen“ in Nienhagen geschlossen, Familie unter Quarantäne gestellt

Weitere Pressemeldungen betreffen Nienhagen. Eine Familie dort hatte Kontakt mit einem infizierten Mann und wurde unter Quarantäne gestellt. Die Grundschule und die KiTa „Villa Regenbogen“ wurden geschlossen und es wird abzuwarten sein, wie der Landkreis weiter entscheiden wird. Wir stellen Informationen dazu auf unserer Homepage unter dem Menüpunkt „Aktuelles“ ein : www.Adelheidsdorfgegensuedlink.de

Da wir bereits vor den Ereignissen in Uetze einige Informationen erhielten, zu denen sich im Zusammenhang mit der hiesigen Samtgemeinde und insbesondere Adelheidsdorf Fragen ergaben, wandten wir uns an Herrn Landrat Wiswe, an Herrn Samtgemeindebürgermeister Grube, an Frau Bürgermeisterin Behrens und an Herrn Bürgermeister Makel. Von allen erhielten wir Antworten – bis auf den Samtgemeindebürgermeister. Traurig, daß auch in dieser Situation ein Kontakt mit Herrn Grube allein deshalb nicht möglich ist, weil e-mails an ihn als unzustellbar zurückkommen. Wir wandten uns deshalb mit der Bitte um Klärung an die Verwaltung, aber bekamen leider auch da keine Antwort. Wobei wir immer betonen, daß man den normalen Mitarbeitern/innen der Verwaltung keinen Vorwurf machen kann, da sie weisungsabhängig sind.

Unsere Hinweise und Fragen betreffen unter anderem:

1)Falls Menschen in der Samtgemeinde in Quarantäne kommen sollten, wie kann sichergestellt werden, daß sie die notwendige Versorgung erhalten? Es wurde in Berichten empfohlen, Lebensmittel zu den betroffenen Familien zu bringen. Wer macht das? Was ist von der Gemeinde aus vorgesehen?

2)Eine uns vorliegende wissenschaftliche aktuelle Studie geht davon aus, daß das Virus unter Umständen auf unterschiedlichen Oberflächen zwischen 2 Stunden und 9 Tagen aktiv sein könnte. Wir haben diese Studie weitergegeben und auch auf unserer Homepage eingestellt, so daß sich jeder selbst informieren kann. Bestimmte Desinfektionsmittel können eingesetzt werden (in Deutschland nicht mehr überall erhältlich?) und auch eine höhere Temperatur könnte unter Umständen hilfreich sein. Diese Studie könnte auch darauf hinweisen, daß eine konsequente Desinfektion von Oberflächen nützlich sein könnte. Kann man das in der Samtgemeinde umsetzen?

3)Persönliche konsequente Hygienemaßnahmen werden ebenfalls empfohlen. Wahrscheinlich wäre es gut, sich damit zu beschäftigen, wie Ärzte/innen und Pflegepersonal sich die Hände waschen. Wir haben auch dazu Informationen auf unserer Homepage eingestellt.

Nachdenklich macht – neben der Sache mit den Oberflächen – auch, daß das Virus wohl eine lange Inkubationszeit hat und die Infizierten auch ohne Symptome bereits anstecken können? Es könnte auch dieser Hintergrund sein, warum im Moment viele Großveranstaltungen wie die ITB, die Leipziger Buchmesse usw. in Deutschland abgesagt werden? Die Hannover Industrie Messe wurde verschoben und soll im Juli stattfinden. Man hofft, daß das Virus sich nicht weiter ausbreiten wird, aber es ist leider wohl nicht auszuschließen. Daher plädieren wir dafür, daß man jetzt konkrete und praktisch umsetzbare Handlungsstrategien vorstellt und auf den Seiten der Samtgemeinde und im Wathlinger Boten veröffentlicht (Stand 3.3.2020). Dabei sollten auch Fragen berücksichtigt werden, die jeden betreffen könnten:

Zum Beispiel, wie kann Kinderbetreuung stattfinden,wenn die Eltern oder ein Elternteil erkrankt ist?

Wie kann die Pflege von Angehörigen garantiert werden, wenn Pflegende in Quarantäne kommen?

Was ist, wenn eine Familie 14 Tage in Quarantäne kommt und nicht genügend Bargeld im Haus hat, um Lebensmittel ordern zu können. Könnte man ermöglichen, daß in solchem Fall (zum Beispiel im Dorfladen?) angeschrieben werden kann?

Die Herausforderung im Moment dürfte darin bestehen, daß man einerseits kühlen Kopf bewahrt, sich weiter umfassend informiert und andererseits angemessene Maßnahmen ergreift, um im Falle eines Falles, man hofft, daß er nicht eintreten werde, gut vorbereitet zu sein.

Wir wünschen allen viel Kraft und gute Gesundheit und werden weiter informieren.

Angela Hoffmann

www.Adelheidsdorfgegensuedlink.de

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Wir begrüßen, daß heute, am 20.3. bekannt gegeben wurde, daß das Familien und Seniorenbüro des KESS im Bedarfsfall für hilfsbedürftige Personen Einkäufe oder notwendige Botendienste von 8 bis 18 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen Tel. von 9 bis 11 Uhr koordiniert:

05144 - 97 06 27 (bitte informieren Sie sich auch immer selbst aktuell im Internet, im Wathlinger Boten usw., wir übernehmen für Informationen von anderen Anbietern keine Haftung.)

Wir begrüßen ebenfalls, daß am 19.3., bekannt gegeben wurde, daß man einen Lieferdienst für den Dorfladen in Grossmoor organisieren will. Wer Kapazitäten frei hat, meldet sich bitte dort. Vielen Dank und bleiben Sie gesund.