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Möglicher Stromtrassenverlauf sorgt für Sorgen und Unmut

„Kein SuedLink durch Großmoor“: TV-Team filmt Proteste vor Ort

22.02.2018 - 10:46 Uhr     CelleHEUTE    0
Fotos: Peter Müller

GROSSMOOR. „Kein SuedLink durch Großmoor“ – unter diesem Motto hatten sich gestern Mitglieder der Bürgerinitiative „Adelheidsdorfer Bürger gegen Suedlink“, aber auch Anwohner und Landwirte zusammengefunden, um einem Fernsehteam um den Journalisten Patrick Zeilhofer ihre Sorgen und Bedenken hinsichtlich einer Suedlink-Trasse durch den Ort Großmoor zu erklären und ihren Protest zum Ausdruck zu bringen. Der Sendetermin steht noch nicht fest. Die Gruppe hatte sich an der Ecke Hauptstraße/Theaterstraße versammelt und war dann in Richtung Zwillingstrasse gezogen, um einen Teil des möglichen Trassenverlaufs zu verdeutlichen.

„Wir haben die Bürgerinitiative Adelheidsdorfer Bürger/innen gegen SuedLink gegründet, weil wir den jetzt vorgeschlagenen Trassenverlauf kritisieren, da er mitten durch unseren Ort, mitten zwischen zwei Wohnstraßen verläuft. Wenn die Stromtrasse so käme, könnten wir als Dorf dort keine Straße und auch keine Häuser mehr bauen – für 30 Jahre nicht. Es ziehen gerade viele junge Familien nach Grossmoor, wir freuen uns darüber, wir haben EU Mittel erhalten und es sind hier gute Projekte entstanden – so wie der Dorfladen.
Der Trassenverlauf, so unsere Befürchtung, könnte diese gute Entwicklung zunichte machen“, erläutert Angela Hoffmann von der BI.

Viele Großmoorer seien der Meinung, daß es verträglichere Trassenverläufe gäbe. Zudem sollte der Bund aus Sicht vieler Bürger Flächen für SuedLink zur Verfügung stellen. Viele Anwohner machten sich Sorgen wegen möglicher gesundheitlicher Auswirkungen gerade auch auf ihre kleinen Kinder. Darüber hinaus stelle sich die Frage, ob mit Verlegung der Stromtrasse ein Wertverlust für Grundstück und Immobilie entstehen könnte, auch Fragen hinsichtlich des Naturschutzes würden gestellt.

„Wir suchen das Gespräch mit allen beteiligten Seiten, auch mit TenneT und der Bundesnetzagentur, auch mit den involvierten Verwaltungen hier in der Samtgemeinde und auch im Landkreis. Wir suchen konstruktive Lösungen“, versicherte Angela Hoffmann.

Mitglieder der Bürgerinitiative trafen sich gestern auch mit zwei Mitarbeitern von TenneT und  erhielten u.a. Informationen über die Möglichkeiten der Beteiligung, die Bürger haben. Die BI wird beraten durch Rechtsanwalt Meinrad Mayer aus Frankfurt, der die Mitglieder unter anderem über über das Nabeg, das Netzausbaubeschleunigungsgesetz, aufklärte. Unterstützung habe man auch erhalten durch Politiker, Wirtschaftsvertreter sowie Vertreter des Landvolks, die für ihre Landwirte eine jährlich wiederkehrende angemessene Entschädigung fordern, und von zahlreichen Bürger und Bürgerinnen, die aus anderen Gemeinden zur Unterstützung angereist waren.

„Wir hoffen, dass wir in Bezug auf den Trassenverlauf noch etwas bewegen können. Wir möchten, dass die Trasse so verläuft, dass keine Menschen betroffen sind und dass es auch für die Landwirte akzeptabel ist. Dieser Tag könnte dazu beitragen, dass wir mit allen beteiligten Seiten im Gespräch bleiben und gemeinsam eine Lösung finden“, bilanziert Angela Hoffmann.

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